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Aus dem Marktgemeinderat

Marktgemeinderat Postbauer-Heng auf Klausur

 
Foto: Horst Kratzer

Marktgemeinderat  Postbauer-Heng auf Klausur  

Wie jedes Jahr zu Frühlingsbeginn begab sich das Gremium am vergangenen Freitag und Samstag in Leising bei Beilngries in Klausur, um anstehende Themen zu beraten und die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen.

Schwerpunkt war die bauliche Entwicklung der Gemeinde, die mit Architekt Helmuth Theil anhand des Flächennutzungsplanes beraten wurde. Mit dem Anschluss an die S-Bahn und den guten Standortfaktoren Infrastruktur, medizinische Betreuung und optimales Betreuungsangebot für Familien steigt die Nachfrage nach Wohnraum – Bauplätze aber auch Wohnungen. Die künftige Entwicklung soll auch künftig im Einklang stehen mit einer ausgewogenen Neuausweisung von Baugebieten, die fast nur am Ortsrand möglich sind und einer Berücksichtigung der Lückenschlüsse im Innenbereich. In einem ersten Paket wurde nochmals alle Möglichkeiten dargestellt, die der Flächennutzungsplan aus dem Jahr 2003 aufzeigt und zwar in allen Ortsteilen. Diese grundsätzliche Information war vor allem auch notwendig geworden, weil im neuen Marktgemeinderat 7 neue Mitglieder vertreten sind, die die bisherigen Beratungen nur aus der öffentlichen Diskussion kannten.

Im zweiten Paket wurde auch abgewogen, auf welche Flächen man aus jetziger Sicht und bisherigen Verhandlungen Zugriff haben könnte, das heißt Erwerb und Erschließung durch die Marktgemeinde. Der demografische Faktor macht auch vor Postbauer-Heng nicht halt, weswegen das Ziel nicht unbedingt Wachstum heißt, sondern den aktuellen Stand zu halten. Ein ausgewogenes Verhältnis aller Generationen verbunden mit einer weiteren Qualitätssteigerung, also ein gesundes Wachstum – das sind die Grundsätze der weiteren Planung.  

Am zweiten Tag stand das Thema „Sozialraumanalyse – welche Auswirkungen hat die Demografie auf Postbauer-Heng“ auf der Tagesordnung, moderiert von Stadtplaner Florian Breinl.  Hierzu soll eine Analyse erstellt werden, die Gebäudestrukturen, Wohntraumdichten, Altersstrukturen und Gebietsuntersuchungen beinhalten. Ziel ist letztendlich, mit einer aktiven Wohnraum- und Sozialpolitik mittel- und langfristig die kommunale Entwicklung  gemeinsam mit den Bürgern zu steuern. Grundlagenermittlung ist das eine,  die Umsetzung jedoch ein Prozess für diese und kommende Generationen. Die Einarbeitung dieses Themas in das kommunale Leitbild und die Bürgerbeteiligung und Einbindung ist selbstverständlich die zweite wichtige Säule des Prozesses.  

Vorgestellt wurde auch das Nutzungs- und Sanierungskonzept für das Bahnhofsgebäude, das unter Denkmalschutz steht und seit 2011 im Eigentum der Marktgemeinde ist. Der Bauausschuss wird sich im nächsten Schritt vor Ort mit dem Konzept befassen und sich die geplanten Maßnahmen vom Planungsbüro Sturm&Schmidt aus Seligenporten erläutern lassen. Neben einem Cafe im Erdgeschoss, das auch als Veranstaltungsraum genutzt werden könnte, sind im Obergeschoss ein Schulungsraum für VHS und Vereine geplant. Ein weiterer Raum soll für die zahlreichen kommunalen und öffentlichen Beratungsangebote dienen, die es bereits gibt und hier gebündelt werden könnten, selbstverständlich mit barrierefreiem Zugang. Die Klausur hat wieder gezeigt, dass es wichtig ist, sich für die oftmals sehr komplexen Themen Zeit zu nehmen. Nun muss das ganze Paket in die weiteren Beratungen und letztendlich nach einem konkreten Zeitplan in die Umsetzung gehen.  

Zu wissen, was man weiß und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.

Mit diesem Zitat von Konfuzius haben alle wieder die Heimreise angetreten.